Physiotherapie / Krankengymnastik
Für mehr Beweglichkeit, Kraft und Lebensqualität
Moderne Physiotherapie mit bewährten Techniken
Seit 1994 wird die Krankengymnastik als Physiotherapie bezeichnet, die Tätigkeit heißt weiterhin Krankengymnastik. Die Ausbildung beträgt drei Jahre. Seit 2001 ist es sogar möglich, zusätzlich ein Studium im Bereich Physiotherapie zu absolvieren.
Die Physiotherapie beinhaltet viele Techniken, die je nach Behandlungsziel unterschiedlich eingesetzt werden. Diese Techniken werden in Fortbildungen nach der Ausbildung vertieft.
Ziel der Physiotherapie ist allgemein die Verbesserung und Erhaltung von Funktionen des menschlichen Körpers. Mit der Physiotherapie wird die physiologische Haltung erarbeitet. Durch die verschiedenen Techniken erreicht man eine Verbesserung der Gelenkstellung und somit eine bessere Gelenkbeweglichkeit und effizientere Muskelfunktion.
Das Einsatzgebiet ist breit gefächert, so dass Physiotherapeuten in allen medizinischen Fachrichtungen zum Einsatz kommen. Schwerpunkte liegen, sowohl im Krankenhaus wie auch in der Praxis, vor allem im Bereich der Orthopädie, Chirurgie und Neurologie.
Spezielle Therapieformen neben der Krankengymnastik sind:
Manuelle Therapie
Manuelle Lymphdrainage
Bobath / Vojta
PNF
Klassische Massage
Krankengymnastik am Gerät
Physikalische Therapie (Wärme-, Kälte-, Elektro- und Ultraschalltherapie)
Wellness: Hot Stone Therapie, Fußreflexzonenmassage
Manuelle Therapie
Die MT ist eine spezielle Behandlungsmethode der Physiotherapie. In der Ausbildung zu Physiotherapeuten werden die SchülerInnen in die Grundlagen der MT eingeführt. Sie gehört zum Heilmittelkatalog der Krankenkassen. Sie wird von gesetzlichen KK bezahlt, wenn Sie ärztlich verordnet und von zertifizierten Manualtherapeuten durchgeführt wurde.
Die Behandlung der MT zielt auf die Beseitigung von Störungen des Bewegungsapparates. Dies umfasst die Muskulatur, die Gelenke mit allen dazugehörigen passiven Elementen(Kapsel, Bänder etc.) und das Nervensystem.
Grundlage der effektiven Umsetzung der MT-Techniken ist aber die Lokalisation der Schmerzverursachung. So kann ein Schmerz in der Knieregion durch Funktionsstörungen des Beckens herrühren. Daher ist es leicht nachvollziehbar, dass eine Erfolgreiche Behandlung nur dann möglich ist, wenn ihr ein gründlicher Befund vorangegangen ist. In der Regel wird mindestens die erste Behandlungseinheit hierauf verwendet.
Manuelle Lymphdrainage
Anatomie & Physiologie
Unser Körper besitzt ein so genanntes Lymphgefäßsystem. Dieses beginnt mit im Gewebe liegenden Lymphkapillaren, die Gewebeflüssigkeit mit all ihren Bestandteilen (Zelltrümmer, Moleküle, Fettproteine etc.) aufzunehmen.
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Über mehrere Stationen enden sie in den Lymphknoten. Von diesen führen größere Sammelgefäße zum Venenwinkel nahe dem Herzen und geben dort die Lymphflüssigkeit in den Körperkreislauf ab. Täglich werden dabei ca. 2 Liter Gewebeflüssigkeit gefiltert.
In den Lymphknoten, die hauptsächlich die Funktion eines Filters übernehmen, werden alle Stoffe, seien es Fette, Proteine, Zellen, Krankheitskeime etc. auf Gefahr für den Organismus überprüft und gegebenenfalls zurückgehalten. Außerdem werden dort körpereigene Abwehrzellen gebildet. Das Lymphgefäßsystem leistet also einen wesentlichen Beitrag zur Immunabwehr (indem es z. B. Tumorzellen abfängt).
Lymphgefäße haben ähnliche Eigenschaften wie Venen, so gibt es oberflächliche und tiefe Gefäße und Klappen mit Ventilfunktion. Für die MLD sind die oberflächlichen Lymphgefäße entscheidend, da sie die Lymphe aus den tiefen Lymphgefäßen sammeln und zu den Lymphknoten führen. Darüber hinaus haben Lymphgefäße die Eigenschaft, sich mit einer Grundfrequenz von 2 bis 5 mal pro Minute zusammenzuziehen und so die Lymphe weiter zu transportieren.
Durchführung & Wirkung
Hauptaufgabe der MLD ist es nun, Einfluss auf diese Grundfrequenz der Lymphgefäße zu nehmen. Dies geschieht durch „Hautverschiebegriffe“, bei denen die Hände flach und mit einer feindosierten Druckstärke aufgelegt werden.
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Haupteinsatzgebiete
- Lymphstauungen mit Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe
- Schwellungen bei rheumatischen Erkrankungen im Bereich der Gelenkkapsel
- nach Verletzungen
- Blutergüsse
- Krebsnachsorge
Bobath (Erwachsene)
Die Grundlage des Konzeptes bilden neurophysiologische und entwicklungsneurologische Erkenntnisse des menschlichen Nervensystems. Dabei werden die angewandten Methoden, wenn nötig, auch neueren Erkenntnissen angepasst.
Das Prinzip der Bobath-Therapie beruht auf der Plastizität des Gehirns. Also dessen Fähigkeit nach, teilweise auch unwiederbringlichen, Schädigungen des Zentralen Nervensystems (z.B. nach Schlaganfall), Bewegungsabläufe etc. wieder zu „erlernen“.
Vereinfacht: es sollen andere Hirnregionen die Aufgabe der geschädigten übernehmen
Das Bobath-Konzept beinhaltet also nicht spezielle „Handgriffe“ oder Methoden, sondern es ist immer auf die individuellen Bedürfnisse, den Fähigkeiten (in dem jeweiligen aktuellen Zustand des Patienten) und den Therapiezielen angepasst. Wobei neuste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Behandlung mit einfließen.
PNF – Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation
Die PNF wurde von H. Kabat (Neurophysiologe) und M. Knott (Physiotherapeutin) entwickelt.
Sie ist mehr als eine spezielle Behandlungstechnik. Viel mehr ist sie ein Analyse- und Behandlungskonzept. Sie nutzt das physiologische Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln.
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Kinästhetische Rezeptoren (Messfühler für die Bewegungsempfindung), leiten Information zum Zentralen Nervensystem(im wesentlichen zum Großhirn und Rückenmark). Dieses „fühlen“ wird in der Fachsprache Propriozeption. Zu Deutsch wird oft der Begriff Tiefensensibilität oder Tiefenwahrnehmung verwendet.
Diese Informationen werden über Nervenfasern weitergeleitet. Für eine Bewegungsfähigkeit ist eine optimale, physiologische Neuromuskuläre Reizleitung erforderlich.
Durch ausnutzen physiologischer Mechanismen und Kenntnissen der Motorik und Biomechanik werden Grifftechniken angewandt die zu Verbessernde Bewegung Faszilitiert, das heißt erleichtert.
Dies muss nicht unbedingt durch Wegnahme von Widerstand geschehen. So kann durch sogenannten „Führungswiderstand“ eine Bewegung „faszilitiert“, also erleichtert und dadurch überhaupt ermöglicht werden.
Durch Variation von Widerständen, der Geschwindigkeit und unterschiedliche Aktivierung des Patienten kann so eine Bewegung angebahnt werden.
Bei der Zielsetzung benutzt die PNF keine isolierten Bewegungen, wie Armbeugen, Beinstrecken etc., sondern komplexer Handlungsmuster des täglichen Lebens (Activities of Daily iving, ADL). Zum Beispiel selbstständiges Aufstehen, gehen, Treppen steigen etc..
Obwohl das Anwendungsspektrum der PNF sehr weit gefächert ist, wird sie oft im Zusammenhang mit neurologischen Krankheitsbildern verschrieben.
Typische Anwendungsgebiete sind:
Massagebehandlungen – Klassisch entspannend oder gezielt für Sportler
Klassische Massagetherapie
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Grundsätzlich werden bei der klassischen Massage fünf alternative Techniken eingesetzt:
- Streichen
- Kneten
- Reiben
- Klopfen
- Erschütterungen
Anwendungsgebiete der Klassischen Massage sind:
- Behandlung und Vorbeugung von Muskelverhärtungen
- rheumatische Beschwerden
- Spannungskopfschmerz
- Stressabbau etc.
Allgemeine Wirkung:
- Steigerung der örtlichen Durchblutung
- Entstauung des Venen- und Lymphbereiches
- Regulierung des Muskeltonus
- Entspannung der Muskulatur bei Hartspann
- Lösung von jungen Narben und Gewebeverklebungen
- Verbesserung von Trophik und Turgor der Haut und des Bindegewebes
- Schmerzlinderung
- Wirkung über Reflexbögen auf innere Organe
- Stabilisierung des Vegetativen Nervensystems
- Stimulation von Kreislauf und Stoffwechsel
- Psychische Entspannung
- Loslassen von Alltagsproblemen, zur Ruhe kommen
- Verbesserung des Wohlbefindens
Die oben genannten Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen sind nur ein Auszug des Spektrums der Klassischen Massage.
Sportmassage
Als zusätzliche Möglichkeit für die speziellen Bedürfnisse von Sportlern, insbesondere im Leistungsbereich, wird die aktivierende Sportmassage eingesetzt.
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Ziel ist es die bei der jeweiligen Sportart am meisten beanspruchten Muskulatur auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Außerdem kann zwischen Wettkämpfen die Muskulatur dementsprechend behandelt werden, um Krämpfe und Leistungsverlust zu verringern bzw. zu vermeiden.
Wie bei der Klassischen Massage wird auch die Innervierung, also die nervale Ansteuerung der Muskulatur aktiviert.
Nach sportlichen Belastungen, fördern die speziell verändert Techniken die schnellere Regeneration der beanspruchten Muskulatur.
Therapie mit Geräten –
effektiv gegen Schmerzen und für mehr Stabilität
Sie kann bei degenerativen Muskel- und Skeletterkrankungen dem Krankheitsverlauf entgegenwirken. Gerade nach Operationen und Verletzungen, kann die KGG dafür sorgen, dass der Heilungsverlauf optimal und vor allem richtig verläuft. Zum Beispiel keine Fehlhaltungen, welche durch Schonung oder muskulären Dysbalancen (Ungleichgewicht) bzw. Schwäche, entstehen oder wenn sie entstanden sind, diese wieder beheben. Der Erfolg hängt dabei, wie bei jeder Art von Training, IMMER von der Dauer (Wochen, Monate), Frequenz (Einheiten/Woche) und Intensität (Gewicht, Durchgänge/Übung, Wiederholungszahl/Durchgang) ab. Die KGG wird in Regel NICHT als Jahrelanges Training „verordnet“.
Prinzipiell findet KGG an Kraft- bzw. Fitnessgeräten statt. Da sich aber nicht alle Bewegungsabläufe mit Fitnessgeräten im „physiologischen Bewegungsablauf“ trainieren lassen werden oft zusätzliche Übungen, z.B. mit Theraband, Gymnastikbällen etc. eingesetzt. Auch sind Koordinationsübungen, welche unabdingbar für eine Schmerzfreie und Verschleißfreie Gelenkbewegung sind, an einigen Kraftgeräten nur teilweise und anderen gar nicht möglich.
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