Physikalische Therapie
Reize setzen, Heilung fördern

Wärme, Kälte, Strom & Ultraschall
– gezielte Anwendungen für Ihre Gesundheit

Die physikalische Therapie oder physikalische Medizin gehört zu den Heilmitteln und wird von ausgebildeten Physiotherapeuten angewendet. Die physikalische Therapie beinhaltet verschiedene Verfahren, die alle eines gemeinsam haben: sie nutzen äußere Reize, um eine natürliche körperliche Reaktion hervorzurufen. Wärme, Kälte, Druck oder Zug, elektrische Reize oder krankengymnastische Übungen aktivieren bestimmte Prozesse im Körper, die dabei helfen, Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, Schmerzen, Durchblutungsstörungen oder Hauterkrankungen zu beseitigen.

Elektrotherapie

In der Physikalischen Therapie versteht man dabei die Anwendung von elektrischem Strom zu therapeutischen Zwecken.
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Hierbei werden diverse Stromformen, z.B. Gleich- und Wechselströme eingesetzt. Diese Stromformen können über sogenannte Platten- oder Saugelektroden appliziert werden. Bei letzterem wird mittels Unterdruckes die Elektrode auf der Körperoberfläche „festgesaugt“. Durch Variation der Applikationsdauer und der Frequenzmodulation wird die Wirkungsweise beeinflusst.

Eine besondere Anwendungsform ist die Iontophorese. Dabei wird die natürlich vorhanden elektrische Ladung in medizinischen Salben und Cremes ausgenutzt. Der elektrische Strom „zieht“ die wirksamen Bestandteile durch das elektromagnetische Feld mit sich und verstärkt so die Aufnahme der Arznei in die Haut.

Bei Störung der Leitungsbahnen des Zentralen und Peripheren Nervensystems (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfall etc.) kann der „Reizstrom“ eingesetzt werden und Muskelzellen zu aktiveren und zu kräftigen. Außerdem werden hierbei auch die geschädigten Nervenbahnen stimuliert und deren Heilungschance verbessert.

Rotlicht

Bei dieser Art der Wärmetherapie wird mittels Rotlichtlampen wärmende Infrarotstrahlung äußerlich appliziert.
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Die Effekte sind ähnlich der anderer Wärmeanwendungen. Erhöhte lokale Durchblutung. Steigerung der oberflächlichen Gewebetemperatur und durch Leitung der Wärme in tiefere Schichten, wie Unterhautfettgewebe, Bindegewebe und kleinere Gelenke.

Anwendungsmöglichkeiten bieten sich überall dort, wo auch sonst Thermotherapie eine positive Wirkung hat. Zum Beispiel bei Hexenschuss, diversen Rheuma-Erkrankungen, Bronchitis, Fibromyalgie etc.. Insbesondere für Menschen denen die klassische Wärmetherapie mit Fangopackungen zu intensiv ist, beziehungsweise durch äußere Bedingungen (z.B. hohe Temperaturen im Sommer) direkte Hitze schlecht vertragen wird, ist die Rotlichttherapie zu empfehlen.

Ultraschall

Nicht zu verwechseln mit der Ultraschall-Stoßwellentherapie beim Arzt!

Die Ultraschalltherapie wird zur Reduktion von Schmerzen und Förderung der natürlichen Selbstheilungsmechanismen eingesetzt.

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Appliziert wird der Ultraschall mittels eines Schallkopfes, der auf dem betroffenen Gebiet aufgesetzt wird. Kontaktgel sorgt für die optimale Übertragung der Ultraschallwellen in das Gewebe.

Es entstehen dabei zwei wesentliche Wirkungsmechanismen. Zum einen entsteht im behandelten Gebiet Wärme (Thermische Wirkung). Zum anderen werden kleinste Vibrationen im Gewebe verursacht (Mechanische Wirkung).

Sowohl die Wärmebildung, als auch die Vibrationen werden therapeutisch genutzt. Es kann der Stoffwechsel angeregt, Nerven stimuliert und Schmerzen reduziert werden. Nachgewiesen ist sogar ein positiver Einfluss auf eine Fraktur. Im Sinne einer beschleunigten Kncohenheilungheilung

Vorsicht ist bei Gefäß- und Bluterkrankungen, allen Arten von Fieber, Krebs etc. geboten. Hier darf die Ultraschalltherapie NICHT angewendet werden!

Heiße Rolle

Die Heiße Rolle ist eine thermische Anwendungsmöglichkeit der Physikalischen Therapie genauer der Hydrotherapie. Sie ist Bestandteil der Physiotherapie und kann auch direkt vom Arzt verordnet werden.
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2-3 (je nach Größe) geeignete Handtücher werden straff zu einer Rolle gedreht. Hierbei wird darauf geachtet, dass ein Trichter entsteht. In diesem wird nun vorsichtig eine bestimmte Menge sehr heißes Wasser (es heißt ja auch nicht „Warme“ Rolle) eingegossen. Mit einer speziellen Rolldrucktechnik wird nun Wärme auf dem Rücken verteilt.

Die Heiße Rolle wirkt insbesondere bei verspannter Muskulatur, bis zum Muskelschmerz. Verdauungsstörungen (Peristaltik). Außerdem hat sie großen Einfluss auf das vegetative Nervensystem und wirkt beruhigend. Natürlich fördert sie wie alle Maßnahmen der Wärmetherapie die Mehrdurchblutung und den Stoffwechsel im behandelten Gebiet.

Niemals darf die Heiße Rolle jedoch auf Schwellungen, welche nach einem Trauma entstanden sind (auch nicht nach OPs), entzündlichen Prozessen und Tumoren angewendet werde!

Ein großer Vorteil ist der relativ langwährende Einfluss auf das vegetative Nervensystem der bis zu 12 Stunden anhalten kann.

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Therapiezentrum Hannover-Süd

Wiehbergstraße 49
30519 Hannover